Orientierungslauf in Venedig

Geschrieben von David Zürcher on .

Am frühen Freitagmorgen sind wir zu sechst im Kleinbus Richtung Venedig aufgebrochen. Dort angekommen wurden wir von einem Streik der Schiffbusse überrascht. So hiess es bereits das erste Mal Karte hervor nehmen und mit all dem Gepäck eine gefühlte Ewigkeit durch die Stadt zu laufen. Als unsere Wohnung dann bezogen war, ging es auf Sightseeingtour und der Reisetag wurde mit einem feinen Nachtessen abgeschlossen.

20171111 093339630 iOS

20171110_152957000_iOS
20171110_175022930_iOS
20171110_152957000_iOS
20171110_175022930_iOS

Am Samstag fand am Nachmittag ein Modelevent statt. Ein kurzer Sprint, der nicht zur Gesamtwertung zählte. So konnten wir uns an diese spezielle OL-Karte mit den vielen Gässchen und Kanälen gewöhnen. Am Abend folgte dann der erste reguläre Lauf: ein Nacht-Sprint im westlichen Teil der Stadt. Mit der Stirnlampe aufgesetzt und Glöckchen um die Schuhe gebunden, um die vielen Touristen vorzuwarnen, ging es auf Postenjagd. Gerade bei einer Karte wie dieser erforderte es höchste Konzentration, um im Dunkeln jedes Gässchen, jede Brücke und jeden Durchgang zu erkennen.

Ventedig rangverk
Am Sonntagmorgen ging es gleich weiter mit dem zweiten Lauf. Dieser führte uns ins Zentrum von Venedig mit zweimaligem überqueren der Ponte Rialto. Die vielen Touristen als Zuschauer hat man sonst selten bei einem OL, was zusätzlich motiviert hat. Manchmal standen sie aber auch einfach nur im Weg und man musste sich durch die Massen hindurchschlängeln.
Das Resultat unserer Läufe lässt sich zeigen, denn in der Gesamtwertung sind wir alle in der Top Ten der Kategorie Herren A platziert. Urs Müller hat den Lauf vom Sonntag als Zweiter abgeschlossen und wurde somit Dritter in der Gesamtwertung. Herzliche Gratulation!
Mit müden Beinen von den vielen Brücken, die wir überquert hatten, ging es diesmal per Schiff zurück zum Parkhaus und dann Richtung Schweiz.
Nach diesem gelungenen Wochenende freue ich mich bereits wieder auf nächstes Jahr!20171115114859674 0001

Erfolgreiche TOM Teilnahme der Amriswiler Jugend

Geschrieben von Peter Schweizer on .

Das Team H10 (Eric Meier, Meier Luis, Jung Raphael) wurde an der Team OL Schweizermeisterschaft in Biberis Vize-Schweizermeister.
Herzliche Gratulation an die erfolgreichen Junioren.

 

IMG_2049
IMG_2052
IMG_2055
IMG_2056
rangverkuendigung
ziel

Ein weiteres Topresultat erreichte Leony Röhrl im Team D12 mit dem vierten Platz (3 Sekunden Rückstand auf Platz 3!)

Die weiteren Resultate der Amriswiler können mit diesem Link aufgerufen werden.

SIMM 2017, Flumserberge

Geschrieben von Andri Gabathuler on .

Das Wochenende vom 12. und 13. August verbrachten 36 Athleten der OL Amriswil in den Flumserbergen um an dem SIMM (Swiss International Mountain Marathon) teilzunehmen.

img 1184

(Weitere SIMM-Bilder)
Der Massen-Start fiel etwas in den «Regen», was aber nicht wirklich störte. Zwar waren die Wege ziemlich aufgeweicht und die Füsse nass, aber kalt hatten wir nicht. Für meinen Vater und mich war dies der erste Start an der SIMM. Wir hatten von Anfang an viele Fragen und somit etwas Ungewissheit was auf uns zu kommt, Ausrüstung, Ablauf, Kartenlesen, Verpflegung, …. aus diesem Grund haben wir uns für die einfachste Kategorie angemeldet Trail Light, Karte mit eingezeichneten Posten und Wegen. Die Navigation habe ich gerne meinem Vater überlassen, da ich mit den 1:25'000 Karten keine Erfahrung hatte. Nach einer ersten Einwärmphase im Kartenlesen ging es recht gut. Wir hatten nur einen Navigationsfehler, eine Abkürzung die sich als deutlich strenger erwies als der normale Weg. Von Posten zu Posten wurden wir mutiger und haben teilweise die vorgegeben (Um)Wege verlassen und versucht abzukürzen, auch wenn es beim Trail-Light nicht wirklich viele Abkürzungen gibt. Irgendwie hatte ich immer wieder Angst, dass mein Vater die Karte falsch liest, da die Posten manchmal einfach nicht kommen wollten, gegen den Schluss war das Vertrauen aber da, auch wenn wir den Posten 7 etwas lange suchen mussten. Die von Anfang an zurecht gelegte Strategie haben wir konstant durchgezogen, geradeaus und abwärts leichtes Joggen, aufwärts im Schritt. So verflog die 1. Etappe im Flug, die 9km mit 700 hm schafften wir in etwas mehr als zwei Stunden. Als wir im Ziel ankamen war noch nicht mal der letzte Posten gesetzt, sondern noch in der Hand des Bahnlegers 😊, das Ziel war somit auch noch nicht besetzt.

Am nächsten Morgen wurden wir mit 3 Böller geweckt, wobei erst der Letzte mich aus dem Schlafsack beförderte. Wir wurden schon um 05:45 geweckt, denn 07:00 Uhr mussten wir schon am Start sein. Wir sind davon ausgegangen, dass der Start in der Nähe ist, was aber nicht stimmte, so hatten wir bereits bis zum Start ein Aufwärm-Programm. Punkt 07:00 Uhr ging es los. Mein Vater wieder an der Karte, er wählte den direkten, aber sehr steilen, nicht existierenden Weg direkt auf die Wanderroute zur Spitzemeilenhütte, auf dem Weg angekommen musste ich mich bereits von den warmen Kleidern entledigen (beim Aufstehen hatten wir 6 Grad). Meine Zweifel bezüglich Routen-Wahl sind bereits nach dem ersten Meter wieder da, wann kommt denn dieser Posten 1?! Endlich da ist er, die anderen Läufer irritierten immer wieder, da sie einen anderen Weg wählten, was aber nicht verwunderlich war, da sie zu einer anderen Kategorie gehörten. 07:30 Uhr Spitzmeilenhütte, was für ein super schöner Tag mit Sonne und angenehmen Temperaturen, mein Vater zeigte mir den nächsten Posten, der höchste auf der heutigen Etappe, das kann ja nicht sein, da hoch müssen wir? Das sind ja alle 600 Höhenmeter vom Ziel bis Posten 2. Geschafft, oben angekommen ist der Ausblick traumhaft und wir sehen bereits in der Ferne den Posten 3 am Rand des Sees. Also auf direkten Weg runter und gleich weiter zu Posten 4. Mit der Routine vom ersten Tag wurden wir vorsichtiger beim Kartenlesen und achteten auf viel mehr Kleinigkeiten auf der Karte, so dass uns von da an keine Fehler mehr passierten. Die knackigen Höhenmeter von heute fühlten sich als viel mehr an, was aber wohl an der Müdigkeit vom Vortag liegen wird. Der Anstieg von See zur Maschgenlugge hat uns beiden ziemlich an der Substanz gezehrt. Endlich oben angekommen, wussten wir, dass es jetzt nur noch abwärtsgeht, na ja bis auf Posten 7 der wunderbar auf einem kleinen bewachsenen Felsspitz platziert war, zum Glück holte mein Vater diesen Posten und ich konnte von unten zuschauen. Posten 10 und der letzte Posten 11 lagen ganz nah zusammen, von da an wusste ich, dass es ins Ziel nicht mehr weit ist und ich löste sämtliche Bremsen und donnerte ins Ziel, so dass mein Vater, der vorher auf mich gewartet hat nicht mehr nachgekommen ist. Im Ziel nach 3 Stunden und 53 Minuten, für 13 km und 600 Höhenmeter, die Höhemeter haben sich wie das doppelte angefühlt. Wir genossen die Zeit im Ziel, beim perfektem Wetter.

img 1281
Zusammengefasst, zwei Hammer-Tage voller Erlebnisse und Eindrücke und einer super schönen Landschaft umgeben von tollen Leuten und einer engagierten Organisation. Gefahr zur Wiederholung.
Aus der Sicht von Jürg und Andri Gabathuler

 Link zu den Karten